Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 27.1.19

 
 

Bereits seit dem Jahr 1996 ist der letzte Sonntag im Januar als Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus bestimmt. Auch in diesem Jahr fand wieder eine Gedenkveranstaltung des Landkreises Holzminden, der Gemeinde Holzen und des Heimat- und Geschichtsverein für Landkreis und Stadt Holzminden e.V. auf dem Ehrenfriedhof in Holzen, statt.

 

Zahlreiche Vertreter*innen aus der Politik sowie interessierte Bürger*innen nahmen teil und gedachten der Opfer. Auch der Ortsverein Holzminden war mit Mitgliedern vertreten.

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Bürgermeisterin Holzens, Frau Silke Hage, hielt Frau Landrätin Angela Schürzeberg eine beeindruckende und aufrüttelnde Rede. Dabei betonte sie, dass gerade in der heutigen Zeit an der Kultur des Gedenkens festgehalten werden und zugleich eine neue Strategie zum Umgang mit der Schuld gefunden werden müsse. Denn es war nicht nur die Ideologie oder das verbrecherische System der Gräueltaten, sondern es waren die Menschen, die anderen Menschen solch Grauen und Leid zufügten. Nach der Niederlegung mehrerer Gedenkkränze begaben sich Anwesenden in das Gemeindehaus Holzen. Dort wurden Sie von Marlies Linnemann, der Organisatorin, begrüßt, die das Wort an Herrn Dr. Peter-Michael Steinsiek übergab. Dieser hielt einen fesselnden Vortrag zum Thema: „Zwangsarbeit in den staatlichen Forsten des heutigen Landes Niedersachsen“. Im Anschluss des Vortrages konnten die Anwesenden ihre Fragen stellen. Im Ergebnis waren sich alle einig, dass die Arbeit fortgeführt und mehr Aufklärung betrieben werden müsse. Damit endete ein gedenkwürdiger, aber auch informativer Nachmittag. Ein besondere Dank gilt Frau Marlies Linnemann, ihrerseits Vereinsvorsitzende des Heimat- uns Geschichtsverein Holzminden e.V., Ratsfrau und Ortsvereinsmitglied, für die Organisation und Durchführung dieses Tages. Auch sei der Gemeinde Holzen und allen ehrenamtlichen Helfer*innen für die hervorragende Gastfreundschaft und Bewirtung gedankt. 

B. Schäfer/ J. Brandt

 
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