"Lömö" beim SPD-Ortsverein Holzminden

2016 01-mv
 
 

Staatssekretärin Lösekrug-Möller referiert in der Mitgliederversammlung

 

Eigentlich sollte man annehmen, dass eine Staatssekretärin besseres zu tun hat, als bei einem kleinen Ortsverein in der Provinz zu referieren. Nicht so Gabriele Lösekrug-Möller (MdB), kurz: „LöMö.  Immer wieder stellt sie ihre Verbundenheit zur Basis und zu Ihrem Wahlkreis unter Beweis.

Und die Mitglieder hören ihr gerne zu.

So konnte der Ortsvereinsvorsitzende Dr. Vera Werner erstaunlich viele Besucher in der Mitgliederversammlung begrüßen und natürlich war man angesichts der aktuellen Tagespolitik gespannt auf LöMös Ausführungen.

Zuvor gab es Begrüßungen und eine Ehrung: Als neue junge SPD-Mitglieder wurden Loreen Schulze und Jean-Marc Meier vorgestellt und Wolfgang Schlichthorn wurde für eine 40-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Dann kam LöMö auch gleich zur Sache und informierte in ihrer unnachahmlich packenden und persönlichen Art: aktuell, informativ, kritisch – auch selbstkritisch und sehr persönlich und - was ja in der Politik nicht immer so ist – verständlich, klar und direkt. Gleich zu Beginn ihres Referats machte sie deutlich, dass es außer der Flüchtlingsproblematik ja auch noch andere politische Themen gibt, die leider in der Hintergrund oder in Nichtbeachtung geraten sind: Griechenland, Langzeitarbeitslosigkeit, fragwürdige Arbeitsverträge. Natürlich entwickelte sich das Thema „Flüchtlinge“ zum Schwerpunkt und LöMö erinnerte daran, dass eine „doppelte“ Integration geben müsse: Nicht nur Flüchtlinge, sondern auch Menschen am Rande unserer Gesellschaft müssten integriert werden. Weiter machte sie klar: Nur eine europäische Lösung verspricht eine echte Lösung - ohne die Türkei geht es nicht – gäbe es ein Einwanderungsgesetz (von der SPD immer gefordert), hätte wir Zuwanderung und wenig Asyl. Auch Europa war ein Thema und LöMö beklagte den wachsenden Nationalismus, den Mangel an Solidarität und Einhaltung von Absprachen und Zusagen. Doch sie warnte auch: Wenn Deutschland und dann alle Staaten in Europa die Grenzen schließen, wird es zu einem ungeahnten Wirtschaftscrash führen, denn kein Land profitiert wirtschaftlich so sehr von den offenen Grenzen wie Deutschland.

Das waren natürlich Themen, die einige Mitglieder unruhig auf den Stühlen rutschen ließ. Eine Menge Fragen wurden gestellt, eigene Statements abgehalten und Meinungen geäußert. Die Zahl der Wortmeldungen war so groß, der Rest der Tagesordnung der fortgeschrittenen Zeit zum Opfer fiel und Dr. Vera Werner mit einem großen Dank an LöMö und alle Besucher die Versammlung schloss.

 
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