Besuch der OI-Glashütte Holzminden

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Bis zu 1 Million Flaschen pro Tag aus weißem Glas
Das ist schon eine Menge Flaschen, die da die Holzmindener Glashütte pro Tag verlässt. Bürgermeisterkandidatin Marlies Grebe und ihre Begleitung aus Rat und Partei staunten nicht schlecht, was da so vom Band läuft - hochtechnisiert und fast vollautomatisch.
Werksleiter Reiner Zinnecker ließ es sich nicht nehmen, die Gruppe persönlich zu begrüßen und in Wort und Bild eine Einführung in Geschichte, Struktur, Produktion und Vertrieb der Firma zu geben. Seit 2004 gehört die Holzmindener Glashütte zum amerikanischen OI-Konzern, der weltweit auf dem Markt agiert. Mit ca. 240 Mitarbeitern (und 22 Auszubildenden!!) beteiligt sich der Standort Holzminden an der Produktion von bis zu 1000 verschiedenen Flaschenformen in Weißglas. Jede zweite Flasche wandert ins Ausland, bis zu einer Million Stück verlassen pro Tag das Werk. Täglich fahren über 50 LKWs unter schwierigen Anfahrtsbedingungen das Werk an, um Waren zu liefern oder abzuholen. Nicht ohne Stolz konnte Werksleiter Zinnecker mitteilen: „Die Auftragsbücher sind voll. Die Glashütte steht gut da!“ Ohnehin, so war zu hören, unternehme das Werk viel, um sich auf dem Markt gut zu positionieren: Arbeitssicherheit und Umweltschutz sind wichtige Standards. Folgerichtig mussten sich die Besucher für den Rundgang „verkleiden“: Warnweste, Ohrstöpsel, Kappe, Brille und feste Kleidung gehörten zur Ausrüstung, um sich beim Rundgang gegen Gefahren von Lärm und Hitze zu schützen.
Nach dem Vortrag führte Michael Jacke, Fachkraft für Arbeitssicherheit im Werk, die Gruppe durch die Produktion und die Besucher konnten verfolgen, wie aus Scherben, Sand und Soda durch Schmelzen, Formen, Kühlen, Prüfen und Verpacken ansehnliche Flaschen die Halle verlassen.
Das Werk Holzminden, als energieintensives Werk im Konzern schon jetzt auf Platz 2 der konzernweiten Energiesparliste, hat sich bis 2017 ehrgeizige Ziele gesetzt: 50% weniger Energieverbrauch, 65%ige Recyclingrate, 65% CO2-Reduktion und 50% weniger Arbeitsunfälle.
Was Marlies Grebe für ihr politisches Wirken mit auf den Weg nahm, war die Erkenntnis, dass sich das Werk Holzminden auf einem guten Weg befindet, aber doch Hilfe und Unterstützung bei Problemen der An- und Abfahrtswege braucht. Der LKW-Verkehr ist für alle Beteiligten eine große Belastung. Die Wege sind zu eng, die Stellplätze zu wenig!
Interessant war der Tipp zum Schluss: Wer wissen möchte, ob eine weiße Glasflasche aus dem Werk Holzminden kommt, der drehe die (leere) Flasche um: Ist dort zu lesen „E OI 35“, so hat er einen Treffer gelandet und ein Holzmindener Produkt erwischt.

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